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17.10.12



Erinnerung: Mein erster Tag im Kindergarten.
Wilde Freude. Das Gefühl unheimlichen Stolzes, eines der Kinder zu sein, welches sich schon selber die Schuhe binden kann. Aufregung. Und dann die Ernüchterung, ja Niedergeschlagenheit, als ich feststelle, dass drei andere Kinder schon lesen können.

An dieser Stelle könnte ich jetzt fortfahren weitere Beispiele aufzuzählen. Erster Schultag, erster Kuss, erster Flug, erster Ferienjob... ehrlich, wen interessiert's?

Fest steht: Zu Beginn stellen sich immer eine Menge Fragen. Am Anfang ist man immer ein bisschen verloren. Man kann das erste Wort dreimal löschen, zehnmal ändern, zweiundzwanzigmal im Wörterbuch nach einem besserklingenden Synonym suchen.
Besser wird es trotzdem nicht.

Zu Beginn ist man eben doch viel zu aufgeregt. Da ist dieses Gefühl unheimlichen Stolzes ein neues Medium für sich entdeckt zu haben. Wilde, wilde Freude. Und man hofft, ja fleht, dass die Ernüchterung und Niedergeschlagenheit ausbleiben werden.

Wohin führt das?
Am Anfang stellt man sich diese Frage. Aber ehrlich: Sie nicht zu beantworten ist doch viel einfacher. Immerhin möchte niemand einfach so mit dem ersten Eintrag zugeben, dass das alles im Grunde zur Selbstdarstellung dient und man zu jener Sorte Individium gehört, welches sich um jeden Preis, irgendwie, eine Stimme verschaffen MUSS.

Ob es also gefällt oder nicht - diese Frage bleibt offen.
Nehmt was kommt.

Oder lasst es bleiben.

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1 Kommentare

  1. aah Noble! :D
    Bin gleich mal Leserin geworden ;) Bin gespannt, was du hier so schreiben wirst.

    Liebe Grüße :)

    P.S.:
    Kleine Eigenwerbung: Hab einen eigenen Blog für mein ganzes Geschreibe & Gedichte auf gemacht, da kommt das ab jetzt immer hin, falls dich das interssiert:
    http://truemmertropischerbaeume.blogspot.com

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